Therapeutisches Spielen mit Kindern

by RediSu - pixelio.de

 

 

Therapeutisches Spielen - wie kann ich mir das vorstellen?

 

Wir alle haben schon spielende Kinder beoabachtet. Kinder spielen ihre Sichtweise von Alltag.

 

Es ist jedoch viel mehr als Spiel: Sie lernen im und durch das Spiel, ihre Themen zu bewältigen.

Kinder erfahren ihre Welt durch Nachahmung, erlernen neue Handlungsmöglichkeiten und verstehen so die Zusammenhänge.

 

Das Kind kann noch nicht Verstandenes wiederholen und eigene Erklärungen finden - magische, kindliche Erklärungen.

 

Im Spiel werden somit auch Fragen, Unsicherheiten und Ängste sichtbar. Wir können mit viel Aufmerksamkeit die Botschaften und Gefühle hinter der gewählten Rolle erkennen.

 

 

...und was daran ist therapeutisch?

 

In vertrauensvoller Beziehung spielt das Kind, das was es beschäftigt. Die Themen werden in verschlüsselten Bildern und Geschichten nachvollziehbar.

 

Auf dieser Ebene begegne ich dem Kind - im Spiel - und versuche die verborgenen Botschaften zu verstehen. Je nach Anliegen bin ich bemüht dem Kind auf der selben spielerischen Ebene und symbolischen Art Mut, Anregung oder Antwort zu geben.

Durch die therapeutische Arbeit auf der Symbolebene entsteht unbewusst ein tiefes "sich verstanden fühlen" - ohne das Problem direkt benannt zu haben.

 

Das Kind erlebt die Sicherheit und Selbstvertrauen, die es braucht, um Schwieriges zu verarbeiten.

 

 

Eigene Wege finden

Nun kann das Kind im Spiel neue Wege und Rollen ausprobieren.

 

Es erlebt sich beispielsweise wieder stark und selbstbestimmt - in der Rolle des Zauberers, starken Riesens, brüllenden Löwens, oder des beschützten Känguruhbabys im Beutel der Mutter.

 

Ich stelle mich dabei als Gegenpol und Spielkamarad zur Verfügung.

 

Wünsche und Bedürfnisse fließen ins Spiel mit ein. Das Kind erhält Antworten auf seine Fragen und gewinnt neue Handlungsalternativen für sein Leben.

 

Dies fördert das Gefühl der Sicherheit, Selbstvertrauen, Mut und Zuversicht.

 


...und die Eltern...

 

 

sind ein essentieller Teil meiner Arbeit und nehmen einen wichtigen Platz ein.

 

Offensichtliche Schwierigkeiten im Umgang mit ihrem Kind wie beispielsweise Wutanfälle oder Ängste werden oft schnell merklich besser.

Trotzdem ist gerade jetzt ihre Mitarbeit wichtig, um dem Kind während des Ausprobierens neuer Möglichkeiten Halt und Sicherheit geben zu können.

 

Es kann gerade dann eine unruhige Zeit auf Sie zukommen, in der Sie sich Unterstützung und Anregung erhoffen.

 

Besonders wichtig sind genügend Zeit und Raum für gemeinsame Gespräche, Unterstützung im Umgang mit ihrem Kind und die Begleitung des Entwicklungsprozesses Ihres Kindes.

 

Ihr Kind nimmt sich die Zeit, die es braucht und es wird deutliche Zeichen setzen, wenn es seinen Lebensweg wieder allein gehen kann.